FMO: Flughafenzahlen konsolidieren sich

Die aktuelle Entwicklung des Flughafens Münster/Osnabrück (FMO) stand weit oben auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Regionalrates Münster. Prof. Dr. Rainer Schwarz, seit anderthalb Jahren Geschäftsführer des Flughafens, berichtete, dass es gelinge, die Passagierzahlen langsam aber stetig zu konsolidieren. Marktsegmente des Touristikverkehrs müssten zurückerobert werden. Bernhard Schemmer, Vorsitzender der CDU-Fraktion, bestätigte, dass der eingeschlagene Weg der Entschuldung und des langsamen Wachstums richtig sei. Er monierte, dass die Flugpreise bei Flügen ab FMO oft spürbar über denen anderer Flughäfen lägen. „Das spielt bei den Buchungen oft eine entscheidende Rolle!“ sagte er und ermunterte die Flughafenführung, Konzepte für attraktivere Preisgestaltung anzudenken. Guido Gutsche, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, betonte, dass mögliche Pläne einer Kapazitätserweiterung in Düsseldorf kritisch gesehen werden müssen. „Der Absaugeffekt würde uns empfindlich treffen!“

Foto: CDU-Regionalratsfraktion

Landesinitiative „Bauland an SPNV-Haltepunkten“

Der Koalitionsvertrag NRW 2017-2022 ist klar formuliert: „Um angespannte Wohnungsmärkte zu entlasten, werden wir zusätzliche Siedlungsflächen an ÖPNV-Achsen einrichten. Dadurch wird das Pendeln zwischen dem Wohnort und dem Arbeitsplatz attraktiver.“
>>>> Koa-Vertrag NRW

Durch die stufenweise Umsetzung von Gesamtentwicklungs-Konzepten, Verzahnung von Förderinstrumenten und die Einbindung kommunaler Flächen können zusätzliche Siedlungsflächen mit Hilfe der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW mbH (BEG), die als Moderator zwischen Kommunen und Bahn auftritt, in verkehrsgünstigen Lagen erschlossen werden. Die Regional- und Infrastrukturplanung stärker aufeinander abzustimmen, begrüßte Bernhard Schemmer für die CDU-Regionalratsfraktion ausdrücklich. Bei modernen Verkehrskonzepten müsse der multimodale Ansatz mitgedacht werden, gibt Guido Gutsche zu bedenken.

Regionalplanänderungen auf den Weg gebracht

Die Gemeinde Ascheberg benötigt weitere Flächen, um im Ortsteil Herbern drei Gewerbetrieben Betriebserweiterungen sowie den Bau eines Feuerwehrgerätehauses zu ermöglichen. Diese Planung sei vorhabenbezogen und die Regionalplanung gebe der Kommune hier Variationsmöglichkeiten, stellt der Regionalratsvorsitzende Engelbert Rauen fest. Der grundsätzliche Ansatz, flächensparend zu wirtschaften, werde aber auch hier strikt befolgt.

Dieser und der Aufstellungsbeschluss für die Gemeinde Saerbeck passierten den Regionalrat mit großer Mehrheit bei jeweils zwei Gegenstimmen bzw. zwei Enthaltungen.

Die Erarbeitungsbeschlüsse für Regionalplanänderungsverfahren für Mettingen und Havixbeck erfolgten einstimmig.

Städtebauförderungsprogramm „Soziale Integration im Quartier NRW 2018“

Die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der sozialen Integration im Quartier sind einige der gemeinsamen Anliegen von Bund, Ländern sowie Städten und Gemeinden. Dabei bilden die Erneuerung der Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen insbesondere im Zusammenhang mit bürgerschaftlichem Engagement einen zentralen Ansatzpunkt.

Der „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ will Orte der Integration und des sozialen Zusammenhalts im Quartier schaffen. Barrierearmut und -freiheit, Errichtung, Erhalt, Ausbau und Weiterqualifizierung von Grün- und Freiflächen, sind hier wichtige Programminhalte.

Das Programm ist deutlich überzeichnet, so dass vorerst nur diese Projekte unmittelbar die 90%ige Förderpriorität „A“ erhalten konnten.
- Ascheberg: Umbau der Aula Profilschule Herbern: 1.781.000 Euro- Gescher: Aufwertung des Theater- und Konzertsaales Gesamtschule Gescher: 2.655.000 Euro- Senden: Umbau Haus Palz – Begegnungszentrum: 1.980.000 Euro- Sendenhorst: Erweiterung des sozio-kulturellen Zentrums „Haus Siekmann“: 319.000 EuroDie gesamte Aufstellung finden Sie hier: >>>>>>
 

 

« Dem Kalkabbau nicht die Tür schließen Mobil im Münsterland »